Tradition, die verpflichtet

Mit dem Pichler-Park entsteht auf dem geschichtsträchtigen Pichler-Areal ein modernes Quartier, das Tradition und Zukunft harmonisch verbindet. Der vertraute Charakter der alten Gebäude bleibt weitgehend erhalten – und wird gleichzeitig mit neuem Leben erfüllt:

Als mein Ururgroßvater Hermann Pichler 1866 sein Handelshaus in Urach gründete, legte er den Grundstein für über 150 Jahre Familiengeschichte in Laichingen. Bald danach wurden in Laichingen zunächst in einer Fahrradwerkstatt die ersten mechanischen Webstühle aufgestellt, die noch mit einer Dampfmaschine angetrieben wurden. Fünf Generationen lang wurde dann in Laichingen gewebt, gefertigt und gehandelt, bis aus Kostengründen die Verlegung der Produktion in die Türkei unausweichlich wurde.

Als letzter Geschäftsführer stand ich vor der Frage: Was wird aus diesem Ort, der so viel Geschichte in sich trägt? Investoren wollten das Gelände mit bis zu 150 Wohneinheiten zubauen; das kam für mich nicht infrage. Also habe ich mich entschieden, das Projekt selbst in die Hand zu nehmen.

So entstand die Idee zum Pichler-Park: ein Quartier, das die industrielle Seele der letzten Leinenweberei von Laichingen bewahrt und gleichzeitig zeitgemäßes Wohnen ermöglicht, mit großzügigen Grundrissen, durchdachter Haustechnik und einem hohen energetischen Standard. Aus den historischen Shedhallen entstehen Lofts mit einzigartigem industriellem Charakter: Wohn-/Esszimmer mit bis zu sechs Meter Deckenhöhe und freiem Blick auf die Galerie für Schlaf- und Kinderzimmer. Vier Neubauten ergänzen das Ensemble mit individuell gestalteten Wohnungen, großzügigen Terrassen und Balkonen sowie viel Raum für die eigene Privatsphäre.

Mir war von Anfang an wichtig, dass hier nicht einfach Wohnungen entstehen, sondern ein lebendiges Quartier. Ein Ort, an dem Familien, Paare und Senioren zusammenleben und sich im Alltag begegnen: auf dem Weg zum Morgenkaffee im Pichler-Café, beim Arbeiten in den Co-Working-Space oder auf dem Weg zur Paketstation. Die einzelnen Häuser werden durch die autofreie Pichler-Passage von innen erschlossen. Zusammen mit einer Eingangslobby, einem Fitnesshaus und den Gemeinschaftsflächen entsteht so ein Quartier, in dem das tägliche Leben direkt vor der eigenen Haustür stattfindet.

Nach einem Berufsleben in der Textilindustrie arbeite ich inzwischen schon seit einigen Jahren an diesem Projekt. Ich bin kein geborener Bauträger, aber ich bringe die Erfahrung eines Unternehmers mit, der es gewohnt ist, komplexe Vorhaben zum Ziel zu führen. Dabei kann ich auf erfahrene Architekten und Ingenieure zurückgreifen und werde von vielen helfenden Händen unterstützt, nicht zuletzt von meiner Familie.

Meine Vision des Pichler-Parks kann ich aber nicht allein verwirklichen. Mindestens zur Hälfte sind es die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner, die dieses Quartier zum Leben erwecken werden. Deshalb suche ich Menschen, die diese Vision teilen und die Lust haben, von Anfang an Teil unseres Pichler-Parks zu sein. Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen.

Historie

Wo Geschichte Zukunft schreibt

1866

Hermann Pichler eröffnet am Uracher Marktplatz das "Handelshaus Hermann Pichler"

1876

Die eigene mechanische Jacquardweberei wird in Betrieb genommen – zunächst in angemieteten Räumen in Laichingen.

1879

PICHLER fertigt das„Kaisertuch“ für Kaiser Wilhelm I. zum 83. Geburtstag.

1880

Große Ehre für PICHLER: Erster Preis auf der Weltaustellung in Syndey.

1882

Verlegung des Firmensitzes mit Verwaltung und Versand von Urach nach Stuttgart.

1887

Hermann Pichler stirbt in Stuttgart; Nachfolger wird sein Schwiegersohn Wilhelm Wagner.

1889

Gründung der PICHLER-Stiftung für bedürftige Weber.

1895 - 1925

Umsetzung von Entwürfen bekannter Jugendstilkünstler wie Peter Behrens, PaulLang, Hans Christiansen

1911

Die Fabrikanlage in seiner heutigen Form mit mechanischer Weberei wird im „Fölltorviertel“ in Laichingen gebaut.

1930

Blick in den Nähsaal: Hochwertige Tuchqualität erforderte immer schon Handarbeit. Im Zuge der Industrialisierung ziehen maschinelle Jacquardwebstühle ein.

1938 - 1940

Die firmeneigene Weberei in Laichingen umfasst 88 Webmaschinen.

1948

Nach kurzem Studium übernimmt Richard Wagner, der älteste Sohn von Alfred Wagner, die Geschäftsführung und baut konsequent die Marke PICHLER im Handel auf. Das neue Wohn-und Verwaltungshaus in Laichingen wird bezogen.

1966

PICHLER feiert 100-jähriges Bestehen.

1985

Richard Wagner übergibt die Geschäftsführung an seinen Sohn Thomas Wagner – die mittlerweile fünfte Generation.

2011

Bei positiver Jahresbilanz erzielt PICHLER einen Rekordumsatz. Noch erscheint das Umsatzziel von 10 Mio. Euro für die Erneuerung der Weberei in greifbarer Nähe.

2014

Trotz softwaregestützter und hochmaschineller Fertigung muss sich auch die Weberei 2014 den globalen Entwicklungen beugen: Mit dem Aus der Weberei endet in Laichingen ein Kapitel traditionsreicher Textilproduktion.

2021

Nach 5 Generationen im Familienbesitz verkauft Thomas Wagner 2021 die Firma und konzentriert sich auf die Umwidmung des Betriebsareals.

2025

Mit dem Pichler-Park entsteht auf dem geschichtsträchtigen Pichler-Areal ein modernes Quartier, das Tradition und Zukunft harmonisch verbindet. Der vertraute Charakter der alten Gebäude bleibt weitgehend erhalten und wird mit neuem Leben erfüllt. Geplant sind 64 hochwertige Wohneinheiten sowie vielseitige Gewerbe- und Gemeinschaftsflächen, darunter ein Café, ein Gesundheitszentrum mit Physiotherapie, ein Co-Working Space, eine Kita und eine zentrale Paketstation.

Kontakt

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